Der Kreml erklärt die Dekabristen für „unerwünscht“

Die Berliner NGO und osTraum-Freund*innen Dekabristen wurden am 13. Oktober 2022 in Russland für „unerwünscht“ erklärt. Die Gründer*innen der Organisation lernten sich 2011 bei einer Protestaktion gegen die russländische Politik in Berlin kennen – der ersten Massenprotestaktion in Deutschland, die von deutscher Zivilgesellschaft und der russischen Opposition initiiert wurde. Die Organisation führt seit 2012 vor allem in Belarus, Ukraine und Russland seit Jahren Bildungs-, Kultur- und journalistische Formate mit dem Ziel durch, die lokalen NGOs, Aktivist*innen und die Zivilgesellschaft zu stärken bzw. ihr das nötige Know-how für das bürgerliche und proaktive Handeln und (Mit-)Entscheiden zu geben. Der Status als sogenannte „unerwünschte Organisation“ ist ein weiterer Versuch, die russische Zivilgesellschaft zu isolieren und einzuschüchtern, die Kontakte zwischen Aktivist*innen, unabhängigen Medien und dem zivilen Sektor in Deutschland und Russland abzubrechen. Dekabristen e.V. positionieren sich öffentlich und kritisch gegen die aktuelle (und seit Jahren bestehende Politik des Kremls) und verurteilen den Krieg gegen Ukraine aufs Schärfste. Sie halfen und helfen ukrainischen und russischen Geflüchteten sowie Aktivist*innen und Journalist*innen, die das russländische Regime kritisieren und dadurch in Gefahr geraten.

Nach den aktuellen russischen Gesetzen dürfen die Dekabrist*innen nun mit russischen Staatsbürger*innen in Russland nicht mehr arbeiten, ihnen Honorare zahlen, ihnen Spenden überweisen, mit ihnen Spenden sammeln. Der Schritt seitens Kremls ist eine weitere Bestätigung dafür, dass Menschenrechte und ein gesunder zivilgesellschaftlicher Dialog von der aktuellen Regierung Russlands Störfaktoren sind. Für die Dekabrist*innen gilt jedoch weiterhin, dass genau diese „Störfaktoren“ geschützt und gefördert werden müssen.

Das osTraum Journal erinnert an Artikel über die Dekabristen:


5 Fragen an Citizen+: Medien, NGOs & Soft Power in Belarus, Russland und Ukraine


Tinatin Gurgenidze: Eastern Blocks oder das neue Leben des Plattenbaus


Aktivist*in Vica Kravtsova:
LGBTQ+, Patriarchat, Feminismus & politische Musik im postsowjetischen Raum


Das Red Square Festival Berlin – Ein Interview mit Katya Romanova


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