Wer sind die osTräumer*innen und was bewegt sie zum osTraum?
Hier stellen wir uns vor! Übrigens sind wir stets auf der Suche nach neuen Autor*innen, bei Interesse einfach eine E-Mail an redaktion@ostraum.com!
Redaktion

Was man in den Medien über die Länder des ehemaligen Ostblocks liest, sind meist politische Themen. Wie steht’s aber mit der Kultur? Gibt’s dort drüben auch was außer Ballett, Smetana und Dostojewski? Durchaus dachten Aleksej und ich 2016. So kam die Idee eines deutschsprachigen unabhängigen Online-Magazins über die Kultur aus dem osTraum.

osTraum-Länder? Auf Deutsch und Online gibt es dazu nicht gerade viel und wenn, geht es meist um Politik oder manchmal Literatur. Musik, Architektur, Kunst, Fotografie, Design, Mode, Technologie, Gesellschaft und Street Culture fallen dabei zu oft unter den Tisch. 2016 gab es tatsächlich kein deutschsprachiges Online-Portal, das sich mit den Themen auseinandersetzen würde. Deshalb haben wir unsere eigene Seite gegründet – das osTraum Journal. Hauptberuflich bin ich Linguist und Slawist – derzeit an der Universität Zürich.
Autor*innen

Ich bin Sonja, habe an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Fach osteuropäische Geschichte promoviert und arbeite in der Zwischenzeit im Wissenschaftsmanagement. In meiner Freizeit betreibe ich meinen Instagramkanal h_east_orian, welcher sich mit dem östlichen Europa, Russlanddeutschen, Migration, Demokratie und politischer Bildung auseinandersetzt. Gleichzeitig suche ich gerne bei Reisen durch Deutschland nach Spuren osteuropäischer Geschichte und werde immer wieder aufs Neue überrascht. Darüber schreibe ich auch hier bei osTraum.

ISABELLA HOYER
Ich bin Isabella und studiere Slawistik in Berlin. Mein Fokus liegt auf osteuropäischem Kino. Besonders interessieren mich Dokumentarfilme und wie darin gesellschaftliche und politische Diskurse aufgegriffen und diskutiert werden. Außerdem beschäftige ich mich mit den Themen um LGBTQIA+, die politischen Repressionen in Russland und Belarus sowie die sowjetische Architektur.

Der osTraum und seine Peripherien sind meine Heimat. Ich habe in Prag, Berlin, Ankara und Belgrad gelebt und komme immer wieder zum Entschluss, mein Leben dezentral zu denken. Beruflich helfe ich Unternehmen, sich im osTraum anzusiedeln und trage meinen Teil dazu bei, die Wirtschaft anzukurbeln. Als Schriftsteller habe ich aktuell nur ein Buch und erzähle über das Coming Out in Serbien. Aktivistisch engagiere ich mich für die LGBTIQ*-Community und versuche, meine eigenen Rechte zu erkämpfen. Neben meinem eigenen Blog bin ich jetzt auch als Belgrader Korrespondent bei dem osTraum Journal dabei, um meinen gewöhnlich ungewöhnlichen Alltag mit der deutschsprachigen Leser*innenschaft zu teilen.
Meine Interessen drehen sich viel um Verkehr und Reisen. Lange Wochenenden mit langen Bus- oder Bahnfahrten könnte ich als mein Hobby bezeichnen. Ebenso bin ich ein sehr sprachbegeisterter Mensch. Neben Serbisch, Englisch und Deutsch, spreche ich Tschechisch, Russisch, Französisch, und bald wohl auch Türkisch. Für mein Leben habe ich mir das Ziel gesetzt, 10 Bücher zu veröffentlichen und 10 Sprachen zu lernen.

Im Studium der Geschichte Osteuropas habe ich mich vor allem mit dem Russländischen Reich und Zentralasien im 19. und frühen 20. Jh. beschäftigt. Die Gegenwart der Länder des osTraums erfahre ich am liebsten durch deren Literatur und auf Reisen.
Das Erkunden der jeweiligen Landesküchen ist für mich ein wichtiger Anknüpfungspunkt für das Kennenlernen eines Landes. Wo lassen sich die ersten Eindrücke besser sammeln als auf seinen Märkten, in den Lokalen und Cafés? So unglaublich viel Geschichte und Kultur verbirgt sich hinter den Lebensmitteln und Gerichten.
Und wie kann die Erinnerung an eine Reise besser bewahrt werden als durch das Nachkochen des Kennengelernten zuhause und das Berichten darüber im osTraum-Journal?

Als freie Journalistin schreibe ich schon seit ein paar Jahren für verschiedene Medien über den osTraum. Statt auf Geopolitik konzentriere ich mich dabei vor allem auf Literatur, (Gegen-)Kultur, Protest und die Situation der LGBTIQ*-Community. Dabei habe ich schon viel Interessantes entdeckt: queere Kunstprojekte in der Ukraine und in Kirgistan, Underground-Literatur in Russland, experimentelle Filme über die Proteste in Belarus und und und… Gerade schreibe ich ein Buch über Gegenkultur in Putins Russland.

Obwohl das sogenannte Osteuropa so nah ist, ist es doch noch mit Exotik und vielen (wahren und unwahren) Klischees behaftet. Gerade durch die vielen politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in den letzten Jahren gibt es viele spannende Geschichten und Aspekte zu entdecken. Das Journal ostraum.com ist für mich ein ideales Medium, um in viele Themen tiefer einzutauchen, sei es in Literatur, Fotographie oder Musik. Und wenn Reisen in manchen Situationen suboptimal ist, begebe ich mich einfach auf kulinarische Expeditionen.
Gastautor*innen
Alexander Michel, Ekaterina Venkina, Iga Nowicz, Ira Habermeyer, Katerina Zhakun, Maria Reiswich, Michael Robausch, Nina Pogrebnaya, Oleksandra Kalinichenko, Sophia Coper, Sophie Tiedemann, Viktoriya Sokolova, Mieke Bergmann, Lisa Mika.
osTraum Alumnae












