„Kazuskoma“ über Alkohol, Berlin & Liebe: Interview auf bigvill.ru

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Who is who in der Band „Kazuskoma“?

Artjom: Artjom, Manager.

Fedja: Wowan, Social Media Marketing. Ich – der Fahrer.

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Artjom Ljachowsky und Wowa Oborin © Kazuskoma via bigvill.ru

Ihr feiert auf „Pluton“ zwei Jahre des Albums „Izdewatel’stwo“ (de.: Quälerei). Warum feiert ihr das Datum? Das ist doch kein Jubiläum.

Artjom: Wir mussten ein Konzert organisieren und dachten, dass wir das anlässlich der zwei Jahre machen können. Außerdem wollen wir dadurch die Wichtigkeit des ersten Albums betonen.

Fedja: Das bedeutet, wir sind schon zwei Jahre alt – das ist der Geburtstag unserer Band.

Artjom: Zwei Jahre – wir zahnen schon.

Fedja: Und können schon gut laufen.

Artjom: Fangen schon an, die ersten Worte auszusprechen.

Wer kommt zu euren Konzerten und womit zieht ihr die Zuhörer*innen an?

Fedja: Die Menschen sind zwischen 15 und 30.

Wowan: Unser Publikum sind sehr coole Jungs und Mädels: hübsch, klug und gutmütig. Sie zieht es an, dass wir genau so sind, wie sie selbst.

Artjom: In Moskau werden wir häufig gefragt, ob man sich mit uns fotografieren darf. Die Leute sagen: „Danke für eure Musik“. Das überrascht mich immer. Ich glaube, sie diese Gefühle, die wir durch unsere Musik zu vermitteln versuchen, ziehen sie an. Liebe und Freiheit.

Und wie vermittelt ihr diese Gefühle?

Artjom: Durch unsere Live-Auftritte und Audio-Aufnahmen. Aber ich denke, das Erste ist bei uns besser als das Zweite. Wir sind ja eine Live-Band.

Wowan: Wenn du mit einem Menschen sprichst und verstehst, dass er dich anlügt, dann fühlst du dich gleich unwohl. Das Gleiche passiert in der Musik. Die Zuhörer*innen brauchen die Aufrichtigkeit.

Artjom: In Poznan waren wir auf einem Trash Metal Konzert und konnten da keine zwei Minuten aushalten: wir hatten das Gefühl, dass die Jungs nicht sie selbst sein wollen, sondern irgendwelche Heroes, die sie irgendwo abgeschaut haben. Die Jungs hatten absolut keine Gefühle für eigene Musik. Das sah man und das war furchtbar. Danila Cholodkow von „Shortparis“ sagte danach: „Auch wenn du die Musik, die gerade spielt, nicht magst, aber die Leute, die spielen, lieben das, was sie tun, dann siehst du das und das kann dir nur gefallen“.

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Fedja Denisow und Andrej Ljachowsky © Kazuskoma via bigvill.ru

Hören euch eigentlich auch Erwachsene?

Fedja: In fast allen Städten kommen auch Menschen über 50 zu unseren Konzerten – die sind nicht viele, aber sie gibt sie.

Artjom: In Orenburg kam zum Konzert so ein 40-Jähriger mit seinem Vater um die 60 im T-Shirt von Cannibal Corpse. Sie saßen irgendwo in der Ecke, lächelten und chillten – sie haben weder gemosht noch getanzt. Nach dem Auftritt kam der Vater zu uns und sagte: „Danke euch, Jungs, ihr habt mir meine Jugend zurückgegeben“. Das war sehr cool, merkwürdig und peinlich. Während solcher Momente gerate ich immer in Verlegenheit: es ist schwierig zu glauben, dass du für jemanden ein Beispiel, ein Orientierungspunkt sein kannst. Du gibst eigentlich deine Gefühle weiter, aber dann stellst du fest, dass diese Momente einen bestimmten Lebensabschnitt, eine Erinnerung für jemanden verkörpern. Das begreife ich nicht.

Zwischen 2009 und 2013 fand in Samara ein sehr großes Festival „Rock nad Wolgoj“ statt, mit einem sehr bunt gemischten Publikum. Nach seiner Schließung haben sich die Menschen in zwei Lager aufgeteilt. Ein Teil schreit: „Gebt uns das Fest zurück“, ein anderer sagt, „„Rock nad Wolgoj“ war ein Pseudo-Rockfestival“. Braucht ihr als Band solche Events?

Artjom: Jetzt gibt es so einen Trend. Popularität ist Scheiße, wobei eigentlich alle populär sein und viel Publikum auf Konzerten haben wollen. Zwei oder zweitausend Menschen auf dem Konzert ist ein großer Unterschied.

Fedja: Wieso sagst du das?

Artjom: Das sage ich aus der Perspektive, warum das Festival zurückkehren soll und warum wir da spielen würden. Also lass die Pseudo-Metaller sein. Auf jeden Fall kommen sie zu unseren Konzerten. Also Wowan ist auch ein Pseudo-Metaller.

Eine Frage zu SMMer Wowa. Fast alle Ankündigungen eurer Konzerte beinhalten den Spruch „Im Namen der Liebe“. Was bedeutet dieser Ausdruck für euch und warum macht ihr euer Image so romantisch?

Artjom: Alle Chroniken beinhalten die Liebe, aber entstehen aus dem Schmerz heraus.

Erklär‘ das genauer.

Artjom: Das muss man nicht erklären.

Hey, SMMer!

Wowan: Das ist doch gut, wenn alle einander lieben. Es ist wichtig, einander zu lieben und tolerant zueinander zu sein. Das ist unser gemeinsamer Lifestyle und vor allem mein Lifestyle: ich liebe alle maximal.

Artjom: Besonders in Berlin, bis zu dem Moment, als du Nudeln Pho Bo gegessen hast. Am Tag unseres Konzerts wachte Wowan auf und sagte: „Hier sind alle [die dummsten] Freaks, mir gehen alle [sehr] auf den Sack, [Dummköpfe] und Arschlöcher“. Also er hat am Vorabend zu viel getrunken. Dann ging er mit Fedja, Toningenieur Roma Wawilow und Grischa von „Pasosch“ Nudeln Pho Bo essen. Er hat gegessen, Bier getrunken und alles war wieder gut. Und schau mal, er war wieder in guter Stimmung – Berlin, Menschen und einfach alles herum gefiel ihm plötzlich wieder.

Also ist das die Liebe?

Artjom: Du musst verstehen, das Ergebnis ist eins: wenn bei dir alles im Arsch ist, iss was Warmes.

Wowan: Wenn die Menschen in einer schlechten Laune sind, muss man sie verstehen, was die Jungs an diesem Tag auch getan haben.

Artjom: Aber in den meisten Fällen verstehen wir unsere Umgebung nicht. Vor kurzem habe ich angefangen, Texte von Kazuskoma zu analysieren, und habe verstanden: Wir haben sehr viele Verneinungen. Wir haben sehr viele Meinungsverschiedenheiten: „Man darf nicht jung sein“, „Schaue nicht auf mich“, „Du wirst mich nicht verstehen“, „Ich bin schwach, ich bin nicht wie du“…

Fedja: „Ich will dich jetzt“.

Seid ihr gezwungen, sich an die soziale Umgebung anzupassen?

Fedja: Wir sind sehr geduldig. Wenn wir mit jemanden nicht sprechen wollen, tun wir das trotzdem, sollte das notwendig sein.

Wowan: Wir sind nicht geduldig, sondern widerständig.

Artjom: Ich würde nicht sagen, dass wir Kompromisse eingehen. Alle kennen schon ein paar Menschen, mit denen wir nicht zusammenarbeiten, weil sie uns nicht gefallen.

Gab es schon Fälle, als ihr euch überwinden musstet, und da auftreten musstet, wo ihr nicht wolltet?

Wowan: Ungewollt waren wir schon in solchen Situationen.

Artjom: Wowa spricht über die Städte, in denen die Organisation sehr schwach war. So eine Organisation fängt mit der Gastfreundschaft an und endet mit der Technik auf der Bühne. Es war schon mal so, dass wir einfach deswegen auftreten mussten, weil Leute da waren.

Wowan: Man muss anmerken, dass ein Profi derjenige ist, der seinen Job unter allen Bedingungen gut macht.

Artjom: Hier ein Beispiel aus Ižewsk. Die Situation war so, dass der Club plötzlich abgesagt hat, und wir mussten das Konzert in einem Art Space machen. Also nicht alles hat geklappt, aber die Mädels, die das organisierten, haben zumindest versucht, alles auf einem guten Niveau zu halten. Deswegen fahren wir dahin nochmal.

Apropos Mädchen. Habt ihr Groopies?

Artjom: Ich denke, nicht. Es gibt einige Menschen, die nach dem Konzert in irgendeiner Stadt sagen, dass sie extra aus Moskau zum Konzert angereist sind. Ich frage dann: „Warum?“, und sie antworten: „Das ist einfach cool. Wir haben euch hier gehört, dann kommen wir nochmal zu eurem Konzert in Moskau“.

Gab es schon merkwürdige Geschichten, die mit euren Fans verbunden sind?

Wowan: In Krasnodar war unser Konzert dem Konzert von Wu-Tang Clan ähnlich: zwanzig Personen sind auf die Bühne geklettert und haben mit uns zusammen abgefeiert.

Artjom: In den ersten Reihen war ein Mosh, aber in der Mitte hatten die Leute Angst. Ich sage ihnen: „Kommt her, lasst uns schwitzen“. Ich wollte, dass sie sehr eng zusammenrücken, aber sie dachten, sie müssen auf die Bühne kommen.

Das ist die merkwürdigste Geschichte?

Artjom: Während unserer Konzerte werden wir sehr müde, wir spielen mehr als eine Stunde, ununterbrochen, und dann gehen wir in Backstage und bieten, uns in Ruhe zu lassen. Und dann haben wir noch Probleme mit Alkohol – das beeinflusst auch unser Gedächtnis.

Wie groß sind diese Probleme?

Artjom: Die Probleme sind hart. Wir haben in der Band keine Straightedger. Manchmal saufen wir und können uns an nichts mehr erinnern. Deswegen kommt es ab und zu dazu, dass wir unsere Züge und Flüge verpassen.

Welchen Einfluss hat Alkohol auf die Auftritte?

Fedja: Es gab nur einen Fall, als das unseren Auftritt gestört hat. Am Vorabend haben wir den Geburtstag von Powerhouse gefeiert und morgens mussten wir nach Sankt Petersburg zu irgendeinem Festival fahren. Ich bin zu spät am Bahnhof angekommen und habe den Schnellzug Sapsan verpasst. Die Jungs sind ohne mich losgefahren. Ich nahm den nächsten Zug und auf dem Weg dahin haben wir selbstverständlich gesoffen. Wir kamen zum Event und haben mit der Sauferei weiter gemacht. Zu unserem Auftritt waren wir absolut K.O. Es ist gut, dass ich mich nicht erinnern kann, wie wir gespielt haben, aber ich kann mich erinnern, dass ich den Jägermeister Kühlschrank mit Absicht von der Bühne fallen ließ.

Artjom: Dort war es wie eine Shapito-Show die ganze Zeit. Die Jungs, die auf diesem Festival an der Bar Bier eingeschenkt haben, sind zu uns gelaufen und haben angefangen, uns Alkohol zu geben. Der Line-Up hat sich verschoben und deswegen hatten wir sieben Stunden nur getrunken. Ich kann mich erinnern, wie Fedja sagte: „Ich werde jetzt den Jägermeister Kühlschrank fallen lassen“. Und dann hat er es getan. Irgendwie dachte ich dann noch, dass wir mit ihm versuchen, die Holzbühne durchzubrechen: also ich wollte sie definitiv durchbrechen. Letztendlich, als wir vier Songs gespielt haben, sagte ich: „Entschuldigung, wir haben Probleme mit Alkohol“.

Fedja: Wir haben mehrmals sehr betrunken gespielt, aber irgendwie war es auch einfacher so.

Ihr bezeichnet euch als „Retrosexuelle“. Wie ist das zu verstehen?

Artjom: Ein Retrosexuelle ist derjenige, der Vintage Musik mag, den Geist einer unbeugsamen innerlichen Freiheit, die wie ein Wind deine Wangen am Meer zart berührt. Beckham ist ein Metrosexueller, Elton John ist ein Homosexueller, John Paul Johns ist ein Heterosexueller und „Kazuskoma“ sind Retrosexuelle.

Habt ihr Vorbilder aus den 1960ern?

Artjom: Wir sind jetzt in so einem Alter, dem Nach-der-Uni-Alter, wenn es keine Vorbilder gibt. Aber je älter wir werden, desto mehr Leute gibt es, vor denen wir Respekt haben.

Wowan: Als ich 16 Jahre alt war und mir Konzerte von Led Zepellin und Jimmi Hendrix anschaute, waren sie die Götter, die etwas Unglaubliches machten. Jetzt sind wir genauso alt wie sie damals. Sie sind für mich keine Männer vom Himmel mehr oder sonst was, sondern Jungs, die genau das, was ich mache, getan haben.

Fedja: 1960er und 1970er haben uns zusammengebracht. Die Band Kazuskoma spielt und macht ihnen ein bisschen nach.

Gibt es in dieser Nachahmung auch eine Ironie?

Fedja: Das Wort „Nachahmung“ gefällt mir nicht wirklich.

Aber das hast du selbst gesagt.

Fedja: Aber das gefällt mir nicht. Obwohl alle jemandem nachmachen. The Beatles haben Elvis Presley nachgemacht. Das ist der erste Rock Star, ihm haben alle nachgemacht und machen es weiter, sogar Rapper.

Artjom: Wisst ihr, warum Rapper sich selbst Rock Stars nennen? Rapper hatten nie Stars, aber die Rocker hatten immer Stars. Wir haben uns nicht unseren Sound ausgesucht, wir haben immer einfach nur Songs gemacht, und daraus kamen schon die Gedanken über die Einflüsse aus den 1960ern. Das bedeutet nicht, dass wir immer mit einem überhartem Distortion spielen werden. Wir können jederzeit ein Akustik-Album aufnehmen. Wir möchten nicht in der Ästhetik unseres Jahrzehnts bleiben, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir wie Limp Bizkit einen DJ nehmen werden. Wir werden keine Scratches und Check-it-Out!’s haben

Ich kann mich erinnern, als Timati 2008 auf Muz-TV sagte: Der Rock stirbt. Ich denke, zu diesem Zeitpunkt hat man tatsächlich gefühlt, dass die Pop Kultur von R ’n’ B und Rap umschlossen wird. Jetzt gibt es Rap auch im Überschuss. Was denkt ihr darüber?

Artjom: Das alles ist für uns ganz OK. Das Einzige, was schlecht ist, im Rap für Schulkinder gibt es zu viel Aggression. In dieser Hinsicht gefällt mir Mnogoznaal, in seinen Songs gibt es keinen Hass, sondern sogar etwas Weises. Wir haben erst vor kurzem angefangen, die zeitgenössischen Figuren zu studieren, und ich habe verstanden, dass es aktuell unglaublich viele Rapper gibt.

Rock war schon immer und wird auch weiterhin wie Rap sein. Rap kann man schneller voranbringen als Rock. Rapper können viel schneller ihre Songs releasen.

Fedja: Du nimmst ja Musik auf dem Rechner auf, kaufst bei jemandem die Beats oder bekommst es sogar gratis. Dann mischst du Musik ab, den Text hast du in der Küche aufgezeichnet. Keine(r) wird sogar verstehen, dass du deine Aufnahme nicht im Studio gemacht hast. In der Rock-Musik ist alles viel schwieriger: du musst über Musikparts und Text nachdenken, proben, dann die Aufnahmen im Studio machen und das kostet Geld – eine Stunde mindestens 1.000-1.500 Rubel (ca. 13 – 20 Euro (Anm. d. Red.)).

Artjom: Rap hat auch eine andere Ästhetik – er ist etwas bodenständiger. Vielleicht wegen der Unterdrückung der Dunkelhäutigen? Das sind ja häufig Mädels, Karren, Sex und Luxury-Leben, die diese Ästhetik ausmachen. Schüler*innen finden es häufig besonders geil. Ihnen gefällt es, dass man da überall Blowjobs bekommt, Sex hat, und auf Partys mit einem coolen Wagen fährt. Das ist einfach und leicht zugänglich, da alle letztendlich coole Kerle sein möchten, verstehst du? Rap – das ist das Zeichen der Überlegenheit, Rock – das ist die Unzufriedenheit und der Protest. Auf alle Fälle ist der Ausdruck eines Komplexes.

Fedja: Was für Komplexe hast du, Artjom? Warum heißt das überhaupt ein Komplex? Ist das wie ein Mittagessen – Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch?

Artjom: Naja, so was in der Art. Die Teile, die zusammengebaut werden können, und aus welchen das Eine entsteht. Manchmal denke ich, dass etwas Unangenehmes gegen mich angezettelt wird.

Fedja: Das nennt man Paranoia oder Phobie.

Artjom: Also, dann habe ich keine Komplexe. Mir ist es eigentlich alles egal.

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Artjom Ljachowsky © Kazuskoma via bigvill.ru

Einmal habe ich den folgenden Spruch gehört: „Die Zukunft Russlands liegt in Kazuskoma“. Dieser Spruch ist nicht aus dem Kontext rausgerissen, er hat weder Anfang noch Fortsetzung. Was denkt ihr, warum konnte solcher Gedanke überhaupt entstehen?

Artjom: Wer hat das gesagt? Nicht ich, zufällig?

Fedja: Ich glaube, wir kriegen es nicht hin… Was ist eigentlich die Zukunft? Aus der Sicht der Musik?

Artjom: Oder andersrum: du und ich werden Präsidenten und Wowan – Spezialist für die Arbeit mit Blödlingen.

Fedja: Der Minister des Auswärtigen Amts. Hello, how are you?

Artjom: Das ist eine komische Frage.

Fedja: Wir werden wie DDT?

Hast du dieses Lied als ein Lied mit irgendeiner Großen Russischen Idee angedacht?

Artjom: Also das ist einfach so: dir wird immer „man darf nicht“ gesagt. Man darf nicht mit langen Haaren rumhängen. Warum? Da es ungepflegt ist, da du wie eine Frau oder ein Drogenabhängiger aussiehst. Man darf nicht einen Aufsatz darüber schreiben, was man denkt, man muss so schreiben, wie es im Lehrbuch steht. Mein Vater hat meiner Mutter verboten, mir „man darf nicht“ zu sagen. Jetzt sehen sie das Ergebnis. Einmal ging ich durch den Alexandergarten, der Weg wurde durch eine rote Schleife abgesperrt und da stand „Der Durchgang ist verboten“. Ich dachte: „Eventuell muss ich jetzt einen Umweg rund um den ganzen Park machen“, und dann habe ich verstanden, dass hinter der roten Schleife nichts passiert. Das ist einfach eine Schleife. Ich habe sie einfach überquert und bin weitergelaufen.

Und was denkt „Kazuskoma“: Wer ist die Zukunft Russlands?

Fedja: „Kazuskoma“. „Kazuskoma“ ist die Liebe.

Artjom: „Liebe, Freiheit und das künstlerische Schaffen“, so hat Nikolaj Berdjaew gesagt, unser Große russische Philosoph. Wenn man über Rock spricht, liegt die Zukunft in uns, in den Bands „Pasosch“, „Shortparis“, in Arsenij Morozow. Ich fürchte, jemanden vergessen zu haben, daher sage ich, dass die Zukunft in uns allen liegt. Aber nicht alle werden lebendig rausgehen.


Dieser Artikel ist eine Übersetzung des Interviews „Казускома“: „Рэп — это превосходство, а рок — это протест“ (dt. „Kazuskoma“: „Rap ist die Überlegenheit, Rock ist ein Protest“) von Alsu Sajgak auf bigvill.ru aus dem Russischen. Das Original des Interviews gibt es hier: bigvill.ru.

Titelbild: © Kasuskoma via bigvill.ru.

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