Die 7 alkoholfreie Getränke aus dem osTraum

Text: Erika Balzer

35 Grad im Schatten, kein Windhauch, die Freibäder sind ausgebucht und den Weg zum See wollt ihr euch mit den Öffentlichen nicht antun – ein klassisches Dilemma an einem heißen Sommertag. Das Einzige, was hilft und gesund ist (wenn da nicht zu viel Zucker ist): Viel trinken! Stay hydrated! Ihr könnt aber Mate, Aperol und die Rosmarin-Pfeffer-Agavendicksaft-Hafermilch-Limo aus den hippen Cafés nicht mehr sehen? Genau deswegen möchten wir euch unsere 7 osTraum-Getränke ohne Alkohol vorstellen, die ihr auch in Deutschland bekommt. Auch wenn das nur ein kleiner Trost ist: So könnt ihr trotz Pandemie euren osTraum genießen. Los geht’s!

7. Kis(s)el (Baltikum, Finnland, Polen, Russland, Ukraine)

Man kann sich darüber streiten, ob es noch als ein erfrischendes Getränk durchgehen kann oder doch schon eine Nachspeise ist. Mit Hilfe von ein paar Tütchen aus dem Supermarkt kann man es aber immerhin schnell selbst machen. Bei Kisel bzw. Kissel handelt es sich um angedickten Fruchtsaft, fast wie Gelee, Götterspeise oder Rote Grütze. Beliebt ist es in Polen oder Russland, aber auch in der Ukraine, im Baltikum oder in Finnland kann man es finden. Und falls der Sommer wie die letzten Tage und Wochen weitergeht: Man kann Kis(s)el auch super warm zubereiten und trinken. Die Tütchen findet ihr in den meisten Supermärkten mit osteuropäischer Abteilung und müsst sie nur mit Wasser anrühren. Manchmal darf es eben auch schnell gehen.

Bild: Flickr

6. Rjaženka (Belarus, Ukraine, Russland)

Wenn ihr eher auf Milch- und Joghurtgetränke als Erfrischung steht, hier die osTraum-Alternative dazu: Rjaženka. Beliebt ist das Getränk vor allem in Belarus, der Ukraine und Russland. Ähnlich wie Buttermilch, ist Rjaženka ein fermentiertes Milcherzeugnis. Durch die Zugabe von Milchsäurebakterien entsteht das leicht bräunliche Getränk mit einer Karamellnote. Eiskalt aus dem Kühlschrank schmeckt es am besten und man kann es in den meisten einschlägigen Supermärkten kaufen, manchmal auch bei Kaufland & Co.

Bild: Multicookerbook

5. Wostok Limo (Berlin)

Wenn man sich für osTräume interessiert, dann fällt einem*r wahrscheinlich auch dieses Brause-Getränk mit einer Frau oder auch einem Mann auf dem Etikett, wie von besten Plakaten sozialistischer Zeit, ins Auge: Wostok aus Berlin-Kreuzberg. Bei dem Getränk mit dem Geschmack „Tannenwald“ handelt es sich um die Neuauflage von „Baikal“. Die Hersteller*innen werben mit „einem Aroma von Tannen“. Verantwortlich dafür sind Fichtennadelöl, Eukalyptus, Taigawurzel und Kardamom. Aber Wostok gibt euch auch in anderen Geschmacksoptionen: Birne-Rosmarin, Aprikose-Mandel oder die georgische Version „Grün“ mit Estragon und Ingwer. Egal womit, Wostok trifft mit Sicherheit auch euren Geschmack und ist deutschland-, europa- und weltweit erhältlich. Schaut euch #wostokspotting auf Instagram an.

Bild: Wostok Limonade Berlin

4. Tarhun, Khiliani usw. (Georgien)

Grün, süß, spritzig: Georgische Limo – ტარხუნა. Schon vor dem 20. Jahrhundert wurde die Limo erfunden, deren Geheimzutat Estragon war. In den 1980er Jahren begann die Produktion einer grünen Limo in der Sowjetunion und wird mittlerweile in jedem gut sortierten Markt mit osteuropäischen Spezialitäten unter dem Namen „Tarhun“ verkauft. Aber Achtung: Die grüne Farbe kommt hier nicht vom Estragon, sondern durch die Zugabe von Waldmeister. In Deutschland ist es der Waldmeisterbrause am ähnlichsten. Wer aber das Original schmecken will, sollte sich lieber in ausgewählten Läden und Supermärkten nach „Khiliani“ mit Estragon umgucken. Auf der Webseite eines Getränkehändlers wird sie als Limonade mit „eigenartigem Aroma“ beschrieben.

Bild: KHS

3. Kvas (Baltikum, Belarus, Russland, Ukraine)

Erfahrungswerten zu urteilen scheiden sich die Geister bei Kvas: Die einen lieben es, die anderen gar nicht. Zugegebenermaßen hört sich „gegärtes Brot“ auch erstmal nicht nach einer leckeren Erfrischung an, aber tatsächlich hat das Getränk mittlerweile in Russland, der Ukraine und Belarus definitiv Kult-Status und wird zu vielen Mahlzeiten getrunken. Auch auf zentralen urbanen Plätzen aus riesigen Fässern verkauft – das flüssige Gold auch frisch gezapft. Auch selbstgemacht bei einem Straßenverkauf kann das Getränk in Flaschen oder Gläsern angeboten werden. Wer es noch nicht probiert hat, sollte es definitiv tun, um sich selbst eine Meinung bilden zu können.

Bild: Smarticular

2. Kofola (Tschechische Republik & die Slowakei)

Eine weitere Konkurrentin von Pepsi und Coca-Cola: Kofola aus der ehemaligen Tschechoslowakei. Auch dieses süße Erfrischungsgetränk war eine Antwort auf die Produkte aus dem Westen und wird bis heute unter dem Motto „Wenn du sie liebst, ist alles andere egal“ verkauft. Dabei war die leckere Entdeckung durch das tschechoslowakische Pharmaunternehmen Galena eher Zufall, als nach einer Verwendung für überschüssiges Koffein gesucht wurde, das bei der Kaffeeröstung übrigblieb. Daraus entstand ein Sirup, welcher bis heute ein gut gehütetes Geheimnis ist und aus 14 natürlichen Zutaten besteht. Wenn ihr in der Slowakei oder Tschechischen Republik unterwegs seid, könnt ihr sie in den meisten Restaurants und Kneipen sogar kalt vom Fass genießen!

Bild: Wikipedia

1. Baikal (Belarus, Russland, Ukraine)

Wahrscheinlich DIE Antwort des osTraums auf Pepsi und die Coke. Wenn ihr eine Alternative zu den Standard-Erfrischungsgetränken sucht, solltet ihr es auf jeden Fall mit Baikal versuchen. Zu den Zeiten der Sowjetunion war ihre Zusammensetzung: Johanneskraut, Ginseng und Süßholzwurzel. Die Basis besteht aus Wasser und Schwarzteeextrakten. Augen zu und osTräumen: Mit einem Hauch von Taigawurzel schmeckt sie vor allem nach Kräutern und Zitrone. Sie ist aber definitiv eher etwas für diejenigen, die es süß lieben. Ein osTraum-Getränk, das nicht fehlen darf und mit anderen Limonaden auf jeden Fall mithalten kann.

Bild: Openfoodfacts


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Bild im Titel-Visual: Openfoodfacts

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