Die 7 Berliner Bauwerke von Tchoban

„Wer ist Tchoban?“ Für Berliner Architekturfans sollte diese Frage längst überflüssig sein. Sergei Tchoban entwickelte dutzende Bauprojekte nicht nur in seinem Heimatland Russland, sondern auch in der deutschen Hauptstadt. Ob der Gehweg zum Terminal am Flughafen Schönefeld/BER oder die zahlreichen Bauten der Mediaspree – die Arbeiten des Architekturbüros TCHOBAN VOSS Architekten prägen das Berliner Stadtbild seit vielen Jahren. Das Architekturbüro wird von Sergei Tchoban und Ekkehard Voss geleitet, in ihrem Portfolio befinden sich viele Wohnbauten, Büros, Hotels, aber auch Bildungs- und Sozialeinrichtungen in Deutschland, überwiegend in Berlin, Hamburg und Dresden. Auch für Moskau und Sankt Petersburg entwarf das Architektenduo gemeinsam mit seinem großen Team diverse Projekte. osTraum zeigt euch eine Auswahl von 7 Berliner Bauwerken von Sergei Tchoban.

7. Das Wohnhaus in der Ackerstraße

Das Gebäude in der Ackerstraße 29 ist kein gewöhnliches Wohnhaus: Es sticht mit der markanten Fassade und den asymmetrisch strukturierten Architekturelementen hervor und fügt sich perfekt ins lebendige Viertel zwischen Volkspark am Weinberg und dem Nordbahnhof ein. Das Wohnhaus wurde 2016 gebaut und ist sogar ein Jahr später auf der Shortlist des WAF (World Architecture Festival) Awards in der Kategorie „Housing“ gewesen. Ein definitives Highlight, das das osTraum Team nur von außen bestaunen durfte, ist das verglaste Penthouse mit einer großen Terrasse und einem schönen Ausblick auf Berlin-Mitte.

6. Die Sanierung von Kranzler Eck

Das Kult-Café am Ku’damm wurde von TCHOBAN VOSS Architekten 2016 komplett saniert. Durch den Umbau verschwanden gläserne Vorbauten und ein Wintergarten auf dem Balkon darüber, die nicht zum Originalgebäude gehörten, dafür kamen eine größere Dachterrasse mit einem Blick auf den Boulevard und eine Gebäudeerweiterung im Innenhof dazu. Eine Neuerung ist auch die Rückkehr der Wendeltreppe gewesen, die das Café in der Rotunde mit dem Laden verbindet.

5. „Living Levels“ an der East Side Gallery

Die Zeiten, als das Osthafen-Ufer entlang der Berliner Mauer eine wenig attraktive Wohngegend war, sind vorbei. Heute entstehen in der Umgebung der East Side Gallery jedes Jahr immer mehr Büros und lukrative Wohnhäuser, so kam auch das Hochhaus „Living Levels“ von Tchoban 2015 dazu. Das exklusive Wohnhaus erfreuet das Auge mit den klaren Linien, abwechslungsreichen Blöcken und großen Glasflächen. Das Bauwerk erhielt diverse Auszeichnungen und wurde für mehrere Architekturawards nominiert.

4. Das Bürogebäude in der Greifswalder Straße

Dieses Bürobau auf der Kreuzung der Greifswalder Straße und der Heinrich-Roller-Straße sollte bei den Einwohner*innen Prenzlauer Bergs nicht unbemerkt bleiben. Der expressive Charakter der Hauptfassade fällt sofort ins Auge, die quadratische Gitterstruktur lässt das Gebäude dynamisch erscheinen. Das Bauwerk wurde erst vor einem Jahr (2019) fertiggestellt und dient heute als ein Büro-Business-Center.

3. Coca-Cola Headquarter

Rot – welche Farbe müsste sonst ein Bürogebäude des Coca-Cola Headquarters haben? Tchoban spielt hier mit unterschiedlichen Rottönen und Elementen. Auf den ersten Blick stellt das Bauwerk (gebaut 2013) nur eine einfache Box dar, doch die Vertikalprofile und Horizontalgurten auf der Fassadenseite zur Spree verleihen ihm eine grenzenlose Vielfältigkeit. Trotz dieser Auffälligkeit passt das Coca-Cola HQ in das architektonische Ensemble des ehemaligen Osthafens.

2. Musik- und LifestyleHotel am Osthafen

Das nhow Hotel am ehemaligen Berliner Osthafen hat nicht umsonst die Bezeichnung „Musik- und Lifestyle-Hotel“ bekommen. Das Gebäude (gebaut 2010) überrascht mit seinen Formen: Es ist in zwei Blöcke aufgeteilt, die miteinander über einen gläsernen Konnex verbunden werden. Die Kranhaus-Form erinnert an die Hafengeschichte des Ortes. Während sich das Gebäude in dem massiven Baukörper mit großzügigen Glaspaneelen reflektiert, können die Hotelgäste bei schönem Wetter die Spree-Panorama auf einer stylischen Terrasse und eine*r DJ*ane genießen.

1. Museum für Architekturzeichnung

Dieses außerirdische sandfarbene Bauwerk spricht für sich: Fragmente historischer Architekturzeichnungen schmücken die Fassade und verraten somit gleich auf den ersten Blick das Thema des Museums. Das Museum für Architekturzeichnung (gebaut 2013) ist zwar anders, sieht aber doch harmonisch in seiner Umgebung aus. Das Museum nahe Senefelderplatz überrascht sowohl durch seine Form als auch durch kleinste Details. Der Grundstein wurde mit dem Erwerb einer Zeichnung von Pietro di Gottardo Gonzaga gelegt, aktuell gehören zur Sammlung die zahlreichen Blätter der renommierten Architekten aus verschiedenen Epochen. Der Träger des Museums ist Tchoban Foundation.


Alle Bilder © Maria Gerasimova für osTraum


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