7 belarussische Filme, die du kennen solltest

Manchmal ist es schwer, Finanzierung für einen Film in Belarus zu bekommen. So ist es nicht überraschend, wenn in den Filmen keine ausgebildeten Schauspieler*innen zu sehen sind. Manche Filme wurden mit einem Budget von nur 50 Euro und in ein paar Tagen gedreht. Es kann auch passieren, dass es wenig Werke gibt, die keine Kurzfilme sind. Es geht auch einfach darum, dass der belarussische Filme sehr jung ist, wie die 7 Filme, die wir euch vorstellen.

Ostraum hat für euch spannende, traurige, tiefe und amüsante Filme ausgewählt, die das Land in einer diversen Weise darstellen.

Der Kristall/ Crystal Swan

Хрусталь, Regie Daria Zhuk, Belarus, Deutschland, USA, Russland (2018)

„Ein Film ist über begrabene Träume, Hoffnungen und Wünsche.“

Stagnation und Arbeitslosigkeit. Die kreative und temperamentvolle junge Velya lebt in den 1990ern in Minsk. Sie arbeitet als DJ in einem Nachtclub und ist mit Alik zusammen. Ihre Mutter ist sehr patriotisch. Velyas Traum ist aber die Auswanderung nach Amerika. Sie beantragt ein Visum. Um eine „starke Bindung zum Heimatland“ nachzuweisen, kauft sich Velya eine gefälschte Arbeitsbescheinigung. Die US-Botschaft möchte die Angaben prüfen und so beginnt für Velya eine Reise in die belarussiche Provinz.

Über dem Himmel

Выше неба, Regie Dmitry Marinin, Andrey Kureichik, Belarus (2012)

„Der Film wurde mit Unterstützung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen in der Republik Belarus im Rahmen der Gewährung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria realisiert.“

Ein ehrlicher Film erzählt über die moderne belarussische Jugend. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Nikita. Er ist um die 20 und studiert in Minsk. Außerdem ist Musiker, Komponist und spielt in einer Band. Dann kommt aber HIV in sein Leben, wodurch sich alles verändert.

See der Freude

Озеро радости, Regie Aliaksei Paluyan, Belarus, Deutschland, Spanien (2019)

„Die Geschichte basiert auf den eigenen Lebenserfahrungen des Regisseurs (Aliaksei Paluyan) und dem Roman Lake of Joy des belarussischen Schriftstellers Viktor Martinowitsch.“

Die neunjährige Yasia lebt in einem ruhigen Dorf. Das Mädchen ist mit dem Tod ihrer Mutter sehr belastet, ihr Vater aber bringt sie in ein Waisenhaus. Eines Tages beschließt Yasya, wegzulaufen und nach Hause zurückzukehren. Zuhause trifft sie aber auf Unerwartetes.

Der Film erhielt drei spanische Ficbueu-Preise, einen Preis bei einem griechischen Filmfestival und zwei in Nevada. Das Projekt gewann auch in der Nominierung „Bester Kurzfilm“ des Deutschen Hessener Filmpreises.

Morgen

Завтра,  Regie Julia Shatun, Belarus (2017)

„Wie ist es, belarussisch zu sein? Warum gehört das Warten und das Stillbleiben zu den Eigenschaften der belarussischen Bevölkerung?“

Ein ehemaliger Englischlehrer aus einer kleinen Stadt verteilt Postkarten über Briefkästen. Er hat eine Ehefrau, einen Sohn, der in Minsk studiert, unvollendete Reparaturen und einen Lottoschein. Im Film sieht man die belarussische Mentalität und Realität. Eines schönen Tages gewinnt Tolya im Lottospiel eine Reise in ein exotisches Resort. Doch nicht alles ist so idyllisch, wie gedacht.

II (Zwei)

II (Два),  Regie Vlada Senkova, Belarus (2019)

„Der Film wurde in sechs Tagen gedreht.“

Träume, Pläne, Hoffnungen… Die Gunst der Jugend. Die 16-jährigen Nastya, Sasha und Kristina sind Mitschüler*innen. Sie verbringen ihre Tage ganz üblich – Schule, Kino oder manchmal Partys. Sie trinken Schnaps und haben Sex. Kann das Leben aber auch anders laufen?

Das Debüt

Дебют, Regie Anastasia Miroshnichenko, Belarus (2017)

„Ein wahrhafter Dokumentarfilm.“

Stacheldraht und Anrufe nur zu konkreten Zeiten. Eine Dokumentation aus einem Frauengefängnis. Die Frauen wurden verschiedenen Straftaten für schuldig befunden. Elf Heldinnen und sie stehen auf einer Bühne. „Theater im Gefängnis“ ermöglicht den Frauen ein kleines Stück Freiheit.

Die Garage

ГараШ, Regie Andrey Kureychik, Belarus (2015)

„Ein Film über die Selbstidentifizierung der belarussischen Nation.“

Ein junger belarussischer Mann arbeitet in einem Autoservice in den USA. Er beschließt, dort zu bleiben und schmeißt seinen belarussischen Pass weg, damit er nicht in seine Heimat deportiert wird. Dies rettet ihn aber trotzdem nicht vor der Deportation. Er hat den amerikanischen Traum, eine westliche Mentalität und viele Pläne fürs Leben. Eine neue Bekanntschaft verändert ihn und seine Weltanschauung.


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