BUDA: Budapest, Pt. 2

Wer nach Budapest kommt, sieht meist „nur“ die Pest-Seite der Stadt.  Dabei ist Buda nicht weniger schön, obwohl sich da auf den ersten Blick weniger Sehenswürdigkeiten befinden.

Um das Beste von der anderen Seite Budapests für den Schluss zu behalten, solltet ihr die Brücke Árpád híd passieren. Danach gleich nach rechts über die Bushaltestelle kommt ihr zu einem der historischen Kerne Budas. Ein breiter Platz, um den sich fünf Museen befinden. Die Highlights sind aber das Victor Vasarely Museum für Liebhaber der modernen Kunst, Óbuda Museum für historisch Begeisterte und die Galerie mit den Skulpturen von Varga Imre. Dieser historische Platz trifft dabei auf sozialistische Bauten. Ob es harmonisch ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Weiter Richtung Norden an einigen weiteren Beispielen der wilden architektonischen Nachbarschaft vorbei führt der Weg zum Aquincum Amphitheater, das im 2. Jahrhundert von Römern gebaut wurde. Beispiele von solchen römischen Ruinen finden sich in der Stadt an mehreren Stellen, sowohl auf der Pest- als auch auf der Buda-Seite.

Unweit davon befinden sich auch die Gruft des Gül Baba und der Rosengarten. Die Mosche mit dem dazu gehörigen Garten wurden von Gül Baba – einem osmanischen BektaschiDerwisch und Dichter – im 16. Jahrhundert erbaut und galt lange Zeit als ein Pilger Ort für gläubige Muslime. Heute wurde um diesen Ort eine Aussichtsplattform gebaut. Von da aus ist nicht nur die Anlage selbst zu sehen, sondern auch Budapest aus einer Perspektive, die sich nicht auf jedem Touristen-Foto findet.

Die vorletzte Station auf dieser Seite der Donau ist die Ungarische Nationalgalerie. Mit mehreren Aussichtspunkten und noch mehr Märchenschlössern und Kirchen ist die Umgebung der Galerie ein Höhepunkt auf der Erkundungstour der weniger populären Seite Budapests. Nichtsdestotrotz sollten Freunde von Kunst früh aufstehen, wenn sie das Museum auch von Innen sehen möchten und keine Lust auf lange Schlangen haben.

Von diesem Berg zum anderen gelangen wir zur letzten Station auf der Seite – der Citadella aus dem 19. Jahrhundert. Die Zitadelle wurde vom österreichischen Herrscherhaus errichtet, um Budapest besser vor Angriffen zu schützen. Ursprünglich sollte der Festungsbau erst der Anfang einer Kette von startegischen Verteidigungsfestungen sein, doch es bei der 220 x 60 m großen Anlage. Die Krönung des Areals ist eine monumentale Komposition um die ungarische Freiheitsstatue, von welcher aus sich eine überwältigende Sicht auf die Stadt öffnet.

Unten am Berg befindet sich dann die Metro-Station Szent Gellért tér. Ihr könnt also von hier aus nach Pest mit der U-Bahn fahren oder über die Brücke zu Fuß gehen oder doch noch ein bisschen Buda erkunden. An diesem Punkt zeigt sich Budapest von seiner fast alltäglichen Seite – keine Touristenattraktionen mehr (ausgenommen das Hotel Gellért und seine thermalen Bäder, die in Budapest ja sowieso überall sind) – nur lokales Leben ohne Souvenir-Geschäfte und ohne Fremdenführer.

 


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