Tanya Inyshina und Interslawisch: Wie Social Media sowjetische Nostalgie und russische Propaganda verbreitet

Wer sich für slawische Sprachen oder Osteuropa interessiert und regelmäßig soziale Medien nutzt, stößt früher oder später auf Videos von Tanya Inyshina. Entweder spielt der Algorithmus sie in den Feed oder jemand aus der eigenen Bubble teilt einen ihrer Clips. Die Content Creatorin hat sich auf ein ungewöhnliches Thema spezialisiert: die interslawische Sprache. Mit diesem Fokus erreicht sie inzwischen mehr als 570.000 Menschen auf Instagram und fast drei Millionen auf TikTok. In kurzen Videos erklärt Inyshina, dass Sprecher:innen slawischer Sprachen einander oft besser verstehen, als ihnen bewusst ist: „Egal, ob du Kroate, Belaruse oder Slowene bist – du wirst mich verstehen“, sagt sie in einem ihrer Clips. Auch Russen und Polen könnten sich zumindest teilweise verständigen, ebenso Bulgaren und Slowaken. Die Gemeinsamkeiten der Sprachen seien hörbar, würden jedoch durch historische Erfahrungen, politische Konflikte und Propaganda überlagert. Die interslawische Sprache, so Inyshina, “sei kein Wunder, sondern ein Werkzeug: eine Brücke zwischen Brüdern”. Ihr Appell: das Gemeinsame nutzen und das Trennende hinter sich lassen. Die Botschaft klingt versöhnlich und idealistisch. Die interslawische Sprache erscheint dabei wie eine Art Esperanto für slawische Sprachgemeinschaften. Zwischen den Zeilen steht die Vision eines kulturellen Miteinanders jenseits von Krieg und Politik, getragen allein durch Sprache.

Wie Tanya Inyshina zur interslawischen Influencerin wurde

Doch ein genauerer Blick auf den Werdegang der Content Creatorin wirft Fragen auf. osTraum hat sich mit Inyshinas Biografie, ihren bisherigen Stationen und öffentlichen Auftritten beschäftigt. Dabei zeigen sich Aspekte, die über die sprachwissenschaftliche Idee hinausgehen und die das Bild der vermeintlich unpolitischen Brücke zwischen den Sprachen komplexer und parteiischer machen, als es auf den ersten Blick erscheint.

Tanya Inyshina wurde nicht über Nacht zur Influencerin für die interslawische Sprache. Noch bis 2023 veröffentlichte sie vor allem Inhalte aus dem Bereich Reiseblogging: Videos aus Indien, Kolumbien oder Montenegro gehörten ebenso zu ihrem Profil wie musikalische Clips, in denen sie Ukulele spielte. Ergänzt wurde das Programm durch „Fun Facts“ und gelegentlich weniger unterhaltsame Fakten über die Sowjetunion, seltener auch über andere Länder. Die Auswahl und Aufbereitung dieser Inhalte ist dabei nicht immer frei von Ungenauigkeiten. In einem Video etwa heißt es: „Wusstet ihr, dass es ein Land auf der Welt gibt, das keine Armee hat? Grenada!“ Tatsächlich existieren weltweit mehr als zehn Staaten ohne eigenes Militär.

Fact-Checking zählt nicht zu den erkennbaren Stärken vieler ihrer Videos – ein Punkt, der später noch relevant wird. Bis heute finden sich auf Inyshinas Profil vereinzelt gesponserte Beiträge aus den Bereichen Fashion und Lifestyle. Das überrascht nicht: Zwei Karrieren liefen bei ihr lange parallel und tun es bis heute. Sowohl als Sängerin als auch als Model begann sie nahezu zeitgleich, wobei die Musik deutlich stärker den Verlauf ihrer öffentlichen Präsenz prägte als die Mode.

Musik spielt auch in weiteren Content-Ideen eine zentrale Rolle. So fragt Inyshina etwa, wie das sowjetische Lied „Katjuscha“ wohl auf Japanisch klingen würde, ohne den historischen Kontext zu erwähnen, in dem das Lied 1938/39 unter Stalin entstand und von einer Frau handelt, die auf ihren Mann an der „weit entfernten“ Front wartet. Auch Experimente wie „Rammstein auf Interslawisch“ gehören zu ihrem Repertoire, ebenso wie ihre Version der „Internationalen“. Unterhaltsam sind diese Beiträge zweifellos, doch die Auswahl wirft Fragen auf: Warum gerade diese Lieder? Und welche historischen und politischen Bedeutungen bleiben dabei unerwähnt? Bevor jedoch der Blick auf diese inhaltlichen Leerstellen vertieft wird, lohnt sich ein kurzer sprachwissenschaftlicher Exkurs. Denn erst mit der interslawischen Sprache gelang Tanya Inyshina der Durchbruch zum viralen Content.

Die Ursprünge der interslawischen sprache

Was ist also Interslawisch? Die Sprache medžuslovjansky jezyk (меджусловјанскы језык) ist eine noch junge, künstlich entwickelte Sprache. Sie entstand Mitte der 2000er-Jahre unter anderem durch den niederländischen Slawisten Jan van Steenbergen und den tschechischen Dozenten für Informationsmanagement und Softwaretechnik Vojtěch Merunka. Anders als viele konstruierte Sprachen verfolgt Interslawisch jedoch den Anspruch eines „natürlichen“ Charakters: Es erfindet keine neuen grammatischen Strukturen, sondern versucht, bestehende Gemeinsamkeiten der slawischen Sprachen systematisch zusammenzuführen. Als eine der Grundlagen dient dabei das Altkirchenslawische – die älteste slawische Schriftsprache, die vor über 1000 Jahren im Zuge der Christianisierung der Slawen entwickelt wurde. Geschrieben wird Interslawisch überwiegend in kyrillischer Schrift. Sprachlich weist es besonders viele Gemeinsamkeiten mit dem Bulgarischen sowie mit den ostslawischen Sprachen Belarusisch, Russisch und Ukrainisch auf.

Nach Vorstellungen seiner Entwickler soll Interslawisch von nahezu allen Slaw:innen verstanden werden können, ohne dass sie die Sprache aktiv erlernen müssen. Optimistische Schätzungen sprechen von Hunderten Millionen potenzieller Sprecher:innen bzw. Versteher:innen. Realistischere Zahlen zeichnen jedoch ein anderes Bild: Weltweit beschäftigen sich vermutlich nur einige Tausend Menschen intensiver mit Interslawisch, während einige Zehntausend es eher als sprachliche Kuriosität wahrnehmen und auf Social Media verfolgen. Genau an diesem Punkt beginnt die kritische Betrachtung der Videos von Tanya Inyshina und der Art und Weise, wie sie Interslawisch ihrem Millionenpublikum präsentiert.

Unabhängig von seiner konkreten Entstehungsgeschichte lässt sich das Interslawische auch als eine Neuauflage einer älteren Idee lesen: des Panslawismus. Dieses politische Konzept entstand im 19. Jahrhundert und verfolgte das Ziel, alle slawischen Völker unter einer gemeinsamen kulturellen und politischen Identität zu vereinen. Wie eine solche Union aussehen sollte, darüber wurde intensiv diskutiert – von Intellektuellen in West-, Süd- und Ostslavia. In Russland existierte dabei von Beginn an eine eigene Variante des Panslawismus: die Vorstellung, die slawischen Völker unter russischer Führung oder zumindest unter russischer Schutzmacht zusammenzuführen. Die Social-Media-Beiträge von Tanya Inyshina lassen sich vor diesem Hintergrund als eine Anknüpfung an genau diese Vorstellung lesen. Ihre wiederholten Appelle an eine „Einheit der Slawen“ knüpfen rhetorisch an panslawische Narrative an, ohne diese historisch oder politisch einzuordnen. Gleichzeitig werfen öffentlich zugängliche Selbstdarstellungen der Influencerin Fragen auf, insbesondere mit Blick auf ihre Positionierung seit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine.

„Ich bin Russin, singe auf Ukrainisch, lebe in Kasachstan“

Nach der Ausweitung des russländischen Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022 veröffentlichte Inyshina auf TikTok mehrere emotional inszenierte Videos, darunter eines mit der Botschaft: „Ich bin Russin, singe auf Ukrainisch, lebe in Kasachstan. Für den Frieden.“ – auf Russisch. Eine klare Distanzierung von Russland oder eine explizite Verurteilung des Krieges blieb dabei jedoch aus.

Auf dem russischen sozialen Netzwerk VK wiederum gibt sie Sankt Petersburg als ihren Standort an. Im November 2024 erschien zudem ein Interview über ihre interslawischen Social-Media-Aktivitäten in der russischen Tageszeitung “Komsomolskaja Prawda”. Die Zeitung, einst eines der auflagenstärksten Medien der Sowjetunion und bis heute mit rund 165.000 Exemplaren täglich im Umlauf, ordnete das Thema in einen politischen Deutungsrahmen ein: Es wurde behauptet, Slaw:innen würden im Westen diskriminiert. Konkrete Belege oder Beispiele für diese These liefert der Artikel jedoch nicht. Auffällig ist zudem, dass der Text weniger ein Interview mit Tanya Inyshina selbst darstellt, sondern sich vor allem auf Aussagen von Mark Hučko stützt. Hučko ist Linguist und Slawist aus der Slowakei, der Jahrzehnte in Kanada und der Schweiz gelebt hat. Er ist auch Entwickler der ebenfalls künstlichen slawischen Sprache Slovio. In dem Artikel äußert er, Russen würden derzeit im Westen diskriminiert, Osteuropa sei zur „Kolonie des Westens“ geworden, während Angelsachsen und Franzosen Nordamerika beherrschten. Mit Slawen werden also eher Russen gemeint. Warum russische Staatsbürger:innen heute plötzlich vielerorts auf Ablehnung stoßen, bleibt unerwähnt. Auch die stark vereinfachte und teilweise faktisch fragwürdige Darstellung globaler Machtverhältnisse wird nicht weiter eingeordnet oder hinterfragt.

Im Abschnitt über Tanya Inyshina in “Komsomolskaja Prawda” nennt sie schließlich einen weiteren biografischen Ort: Sie sei in Walday geboren – jener Stadt, in deren Nähe sich eine der Residenzen von Putin befindet. Dieser Umstand mag zufällig sein. Weniger zufällig wirkt jedoch Inyshinas wiederkehrendes Interesse an bestimmten ideologischen und kulturellen Strömungen. So finden sich in ihren Beiträgen Sympathiebekundungen für kommunistische Symbolik, für russisch geprägte panslawische Ideen sowie für neo-heidnische slawische Glaubensvorstellungen. Letztere werden von ihr unter anderem als „slawisches Horoskop“ präsentiert. In der Realität handelt es sich dabei um ein eklektisches Konstrukt aus Elementen des Hinduismus, nordischer Mythologie und stark romantisierten Vorstellungen eines vorchristlichen Slawentums. Dass solche Konzepte insbesondere in rechtsextremen und neonazistischen Milieus in vielen slawischen Ländern verbreitet sind, bleibt in ihren Darstellungen unerwähnt. Auch die Verwendung von Symbolen wie der Swastika oder der sogenannten Siegesrune in diesem Kontext scheint für Inyshina unproblematisch zu sein – sie werden als „slawisch“ gerahmt. Zusätzlich veröffentlichte sie einen “Kalender” in einer interslawischen Fassung, ohne hinduistische oder nordische Symbole, dafür ausschließlich in kyrillischer Schrift. Dass Kyrillisch nicht von allen slawischen Sprachgemeinschaften gelesen wird, bleibt eine Nebensache. Hinzu kommt: Das kyrillische Alphabet wird heute in zahlreichen nicht-slawischen Sprachen verwendet, darunter Mongolisch, Kasachisch oder Tatarisch. Gerade diese Gemengelage aus Sprache, Symbolik und politisch aufgeladenen Narrativen macht deutlich, dass Inyshinas interslawischer Content nicht losgelöst von historischen und aktuellen Ideologien betrachtet werden kann.

Die Faszination Tanya Inyshinas für sowjetische Symbolik reicht dabei weit über musikalische Experimente hinaus. Lieder wie „Katjuscha“ oder die „Internationale“ markieren lediglich den Einstieg. In ihren sozialen Netzwerken finden sich zudem Fotos, auf denen sie mit einem Gewehr aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs posiert, ebenso wie Aufnahmen in historischer Feld- und Paradeuniform. Der 9. Mai, in Russland als „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland begangen, dient regelmäßig als Anlass für musikalische Postings, auch wenn 2022 der Post deutlich weniger patriotisch wurde.

Warum gehören sowjetische Lieder zum Repertoire der interslawischen Influencerin

Wer darin noch keine eindeutige Ästhetik erkennt, konnte diese spätestens bei Inyshinas Konzerttour „Hits sowjetischen Schlagers“ nachvollziehen. Zu ihrem Repertoire gehören Lieder wie „Als wir im Krieg waren“, „Ein Brief an den Soldaten. Wie geht es dir im Dienst?“ oder „Er bekam einen Marschbefehl gen Westen“. Die meisten dieser Lieder hat sie auf dem YouTube-Kanal mittlerweile privat gestellt, weshalb sie zwar nicht mehr aufrufbar, aber über Suchmaschinen ihre Spuren immer noch auffindbar sind. Die Konzerte fanden nach Februar 2022 – also nach der Ausweitung des russländischen Angriffskrieges gegen die Ukraine – in Russland und Kasachstan statt. In einem Interview mit dem kasachischen Medium “Vestnik ‚Arsk’” wurde Inyshina auf diese Repertoirewahl angesprochen. Ihre Antwort wirkt zunächst unpolitisch, bleibt jedoch bemerkenswert eindeutig: Sie erhalte diese Frage häufig, erklärte sie, doch gerade dieses Repertoire liege ihr am nächsten. Zwar könne sie auch auf Spanisch oder Englisch singen, Jazz interpretieren oder andere Genres bedienen. „Sowjetisches Retro“, russische Volkslieder und Folklore seien jedoch für sie am „harmonischsten“ und „ehrlichsten“. Diese Musik fühle sie am stärksten – deshalb spiele sie sie, um „natürlich rüberzukommen“.

Auch in ihren aktuellen Social-Media-Videos setzt sich diese Linie fort. In einem der jüngsten Clips aus Amsterdam begrüßt Inyshina ihr Publikum zunächst auf Russisch, bevor sie ins Interslawische wechselt. Ihre interslawischen Lieder – etwa die auf Russisch betitelte „Hymne der Slawen“ – werden von Fans in Russland weiterverbreitet und in Kommentaren als potenzieller künftiger Eurovision-Beitrag gefeiert. Eine Fantasie, die nicht zuletzt deshalb Raum bekommt, weil Russland seit 2022 aufgrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine vom Wettbewerb ausgeschlossen ist. 

Wie Tanya Inyshina das deutschsprachige Publikum erreicht

osTraum hat hier nur einen Teil jener Aspekte zusammengetragen, die den öffentlichen Auftritt der viralen Content Creatorin problematisch erscheinen lassen. Am Ende stellt sich dennoch eine zentrale Frage: Ist Tanya Inyshina überhaupt relevant für Deutschland, Österreich und die Schweiz? Ihr Publikum ist international, eine klar umrissene Anhängerschaft im deutschsprachigen Raum scheint auf den ersten Blick nicht erkennbar. Die Antwort fällt dennoch eindeutig aus: ja. Nicht nur, weil soziale Medien und ihre Algorithmen ihre Inhalte auch bei uns verbreiten, sondern auch, weil Inyshina inzwischen Werbepartnerschaften eingegangen ist, unter anderem mit der bekannten Supermarktkette Mix Markt:

Das Unternehmen positioniert sich als Anbieter internationaler „osteuropäischer“ Produkte. In den Filialen, wie auch in den Werbevideos mit Tanya Inyshina, dominieren jedoch klar russische Sprache, russische Symbolik und manchmal auch Bezüge zur Sowjetunion. Damit stellt sich eine weitergehende Frage: Welches „Osteuropa“ wird hier eigentlich repräsentiert und reproduziert? Ein kulturell vielfältiger Raum oder ein nostalgisch verklärtes Bild aus Zeiten des Warschauer Pakts? Und wollen wir diese Narrative, diese Ästhetik und die damit verbundenen Ideen wirklich unterstützen? Klar ist am Ende unserer Recherche, dass die Creatorin aus ihrer Sicht gutmütige Absichten verfolgt, die vom bedingungslosen Frieden und Freundschaft unter allen Slaw:innen geprägt sind. Doch immer wieder kommt es auf dasselbe hinaus: Frieden und Freundschaft unter russischer Dominanz, bei der das Interslawische eine virale Kuriosität bleibt, zu einer Brücke ins „Russkij mir“ („Die Russische Welt“) wird und zahlreiche Narrative populär macht, die sich mit hybrider Kriegsführung Russlands, vor allem im Internet, stark überschneiden.

Quellen der Screenshots: soziale Netzwerke von Tanya Inyshina, die Suchmaschinen Google und Yandex sowie zitierte Medienartikel

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2 Kommentare

  1. Anonym

    Macht keinen Sinn. Wieso wird hier alles russische und „sowjetische“ verteufelt? 70 Jahre lang war es ein Land, natürlich hat es die Kultur beeinflusst. Aber wehe jemand lebt seine Kultur und Sprache. Keine andere Sprache der Welt wird hier so unverschämt gleichgesetzt mit Unterdrückung. „Es dominieren russische Produkte“. Vielleicht weil MixMarkt auch ein RUSSISCHER Markt ist? Die Polen und Bulgaren haben hier in Deutschland auch viele Läden!
    Es ist nicht diskriminierend über Probleme in Ländern zu sprechen, es IST aber diskriminierend Lieder und Kultur einer Nation ausschließlich mit dem Ukrainekrieg und Putins Repressionsapparat gleichzusetzen. Die Kollaboration mit MixMarkt ist NICHT problematisch, sondern normal. Klar diese Frau kann auch von anderen politischen Einflüssen geprägt sein, doch es nützt nichts zu übertreiben, generalisieren und das „russische“ ins Dreck zu ziehen. Und ja die Ablehnung ist falsch, egal was die Ursache ist. Niemand soll, nur wegen seiner Staatsbürgerschaft oder Ethnie verpflichtet sein sich von etwas zu distanzieren um respektvoll behandelt zu werden. Die Interslawische Sprache ist NEUTRAL, dieser Artiker jedoch POLITISCH.
    Ich hoffe diesen Text hat nicht Alexei Tikhonov geschrieben, wäre schade wenn sich ein Landsmann nur wegen Politik von seinem Land und seiner Kultur weggeht.

  2. osTraum

    Zunächst vielen Dank für Ihr Kommentar, Anonym. Der Artikel „verteufelt“ keineswegs alles Russische und Sowjetische. Auch steht im Artikel genau das, was Sie schreiben: das Interslawische ist politisch neutral. Die thematisierte Content Creatorin bleibt lediglich nur auf der Oberfläche politisch neutral. Sie benutzt das Interslawische bewusst oder unbewusst als ein Werkzeug, das einem Bild über Mittel-, Südost- und Osteuropa dient, bei dem Russland, die russische Kultur und die russische Sprache am Ende doch die führende Rolle haben und einen Frieden unter russländischer Dominanz herbeischwören, wie in den guten alten Zeiten;) Empfehlenswert wäre für Sie die Lektüre weiterer Artikel im osTraum Journal. Dann würden Sie vielleicht merken, dass wir durchaus auch positiv über die russische Kultur und sowjetisches Kulturerbe berichten. Sie haben richtig erkannt, dass der Artikel politisch ist. Neutral müssen Informationen nur von Presse-Agenturen dargeboten werden;) Und ja, Sie haben auch damit Recht, dass die Kooperation mit MixMarkt für die Content Creatorin nicht problematisch ist. Problematisch ist es für MixMarkt, wenn ihr Werbegesicht neben der Einbindung des Interslawischen auch sowjetische Kriegslieder singt, die unter anderem unter Stalin entstanden sind. Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

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