„Satanismus“ gegen Kommunismus und was Solidarność damit zu tun hat. Teil 3 von 3.

zurück in die demokratische Gegenwart. Vereinzelte Repressionen gehen weiter, die Szene bleibt aber weiterhin dynamisch. Lux Occulta – eine Avantgarde Metalband aus Dukla ist in polnischer Musik seit 1994 präsent und behandelt Themen, wie Nihilismus und Armageddon. Zwei Jahre später fingen die Black/Heavy/Thrash-Metaller von Witchmaster aus Zielona Góra ihre Karriere an. Von neueren Bands des zentraleuropäischen Landes sind Percival Schuttenbach auf jeden Fall erwähnenswert. Es gibt sie seit 1999 und im Gegensatz zu vielen anderen Metalmusikern in ihrem Land beziehen sie sich hauptsächlich auf slawischen Heidentum, Legenden und Sagen. Das Genre der Formation aus Lubin wird von vielen als Progressive Folk Metal bezeichnet. Am Mikro ist übrigens eine Frau, die sowohl mit klarer Stimme, als auch mit extremen Gesang die polnischen Lieder an den europäischen Metalfan bringt. Eine „ganz neue“ Band ist Mgła aus Krakau, die seit 2000 mit dem schon „klassischen“ Thema des Antichristentums zur polnischen und der internationalen Metalszene beiträgt. (vielleicht hier noch der Hinweis, dass es noch viele weitere Bands gibt, die man aber selbst „entdecken“ muss 😉 )

Die kurze Geschichte des polnischen Metals zeigt: Seit dem Aufschwung der Metalmusik in Polen war und ist die katholische Kirche bzw. das Christentum im Allgemeinen ein populärer Gegenstand der Lieder. Die Bands setzen sich oft sehr kritisch bis feindlich mit diesem Thema auseinander. Das Politische bleibt dabei oft auf den ersten Blick außen vor. So einfach ist es aber in der Wirklichkeit nicht. Die Säkularisierung des Staates ist offiziell gegeben, doch bei dem gesellschaftlichen Einfluss der Kirche ist sie im politischen Leben schon fast unvermeidbar. Ob der neue alte Konservatismus dem Land gut tut? Sicherlich! Für viele Künstler_innen verschiedener Gattungen des Schönen und Provokanten werden konservative Strömungen noch viel Stoff für neue Werke liefern, auch wenn diese (nur) im Ausland präsentiert werden dürfen.


Bildquelle (Titelbild): „Mgła“ by Vassil (Own work) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

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